Gesellschaft für Artilleriekunde

Idar-Oberstein

I d a r - O b e r s t e i n

75 Jahre Ganisonsstadt

Verbände und Einheiten im Standort -Stand: 2016-

Sammlung und Foto: OTL Kleine

>> Verbandsabzeichen

 

Fhj (Fähnr?)Vennemann war einer der ersten Soldaten der Bundeswehr, der mit dem Vorkommando in die Klotzbergkaserne  kam.

 Platz der Deutschen Artillerie in der Artillerieschule

Verfasser: 

Oberstlt Lars Kleine; Vorsitzender der Gesellschaft für Artilleriekunde.e.V.

Keine Stadt ist mit der Artillerie der Bundeswehr enger verbunden als Idar-Oberstein, seit 1956 Standort der deutschen Artillerieschule. Im Jahr 2013 begeht Idar-Oberstein das 75. Jubiläum als Garnisonsstadt. Anlass genug, die wechselvolle Militär- Geschichte dieses Standortes auch denen näher zu bringen, die eventuell nur „auf der Durchreise“ in Idar-Oberstein weilten. Denn in Idar-Oberstein muss man gewesen sein, zumindest jeder, der in der Artillerie als Offizier oder Unteroffizier diente oder noch dient.

Idar-Oberstein, „große kreisangehörige Stadt“ mit ca. 30.000 Einwohnern, an der oberen Nahe im Hunsrück gelegen, blickt mit Teilen auf eine über 1000 jährige Geschichte zurück. Früheste Siedlungsspuren von Kelten und Römern reichen bis in das erste Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung. Heute ist Idar-Oberstein vor allem als „Edelsteinstadt“ bekannt. Nach wie vor ist die Bearbeitung von Edelsteinen und Schmuck sowie deren Handel ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Region. Darüber hinaus wurde Idar-Oberstein in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu einem der größten Standorte des Heeres ausgebaut. Es müssen in der Tat Hunderttausende gewesen sein, die als Angehörige der Wehrmacht, der französischen und amerikanischen Streitkräfte sowie natürlich der Bundeswehr in den letzten 75 Jahren hier stationiert waren oder hier ausgebildet wurden.

Doch von Anfang an. Eine erste Stationierung bzw. Einquartierung von Truppenteilen erlebte Idar-Oberstein in der Zeit der französischen Besatzung 1795 – 1814 („Franzosenzeit“).

Im deutsch- französischen Krieg 1870/71 zogen erstmals deutsche Soldaten auf ihrem Vormarsch nach Frankreich durch die Stadt. Jedoch gab es auch zu dieser Zeit noch keine militärischen Anlagen und Kasernen im Stadtgebiet. Im Zuge der Besetzung des Rheinlandes durch Alliierte nach dem Ersten Weltkrieg wurde 1919 wiederum ein französischer Verband in Idar-Oberstein einquartiert. Die Stationierung einer französischen Alpenjägerkompanie („Chasseurs Alpins“) erfolgte in Privatquartieren oder in öffentlichen Gebäuden, wie z. B. Schulen und Turnhallen. Quälende Raumnot führte schließlich seitens der französischen Militärverwaltung zur Entscheidung, eine Kaserne in Idar-Oberstein zu errichten. Von 1922 bis 1927 erfolgte der Bau der Kaserne „Auf der Hohl“ später „Hohl- Kaserne“, benannt nach dem gleichnamigen Stadtteil Idar-Obersteins. Die Kaserne wurde jedoch durch die französischen Truppen bis zu ihrem Abzug 1930 nicht mehr bezogen, sondern teilweise als Schule genutzt. Auch ein Zug der oldenburgischen Landespolizei (das Fürstentum Birkenfeld gehörte kurioserweise von 1817 bis 1937 als „linksrheinische Exklave“ zum Großherzogtum Oldenburg), war zeitweise „auf der Hohl“ stationiert.

 >> Franzosen in Idar-Oberstein 1918-1932

Quelle: Facebook-Alte Bilder Idar-Oberstein

 

 

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